Zeit für mehr... Zukunfts(t)räume

… nahmen sich die insgesamt 300 Teilnehmer*innen des "Kongresses Evangelischer Grundschulen in Mitteldeutschland" in Friedrichroda, zu dem die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland vom 01.- 02. Oktober 2019 eingeladen hatte. 

In einem abwechslungsreichen Programm aus Wissenschaft und Praxis fanden auch die sechs Schul- und Hortteams der Evangelischen Johannes-Schulstiftung Zeit und Raum für die Gestaltung ihrer individuellen Schulentwicklungsprozesse. In Impulsgesprächen, Poster-Sessions, Referaten und im kollegialen Austausch wurde intensiv thematisiert, was gute Schule aus empirischer Sicht und Erfahrung heute und in zehn Jahren ausmacht.
 
Am ersten Kongresstag lieferten die Erkenntnisse der Shell-Studie von Ingo Leven sowie die praktische Erfahrung der Schulentwicklungsarbeit von Hubert Winters aus den Niederladen wichtige Impulse für die schulspezifischen Arbeitsphasen der Teams, die dann am Nachmittag folgten. Abgerundet wurden diese pädagogischen Horizonterweiterungen von der thematisch ausgerichteten Andacht, die Schülerträume der Evangelischen Grundschule Bad Langensalza in den Mittelpunkt rückte. Wer sich hiernach noch fit genug fühlte, schwang bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen das Tanzbein und war dann nach dem geistlichen Impuls von Superintendent Friedemann Witting mental fit für den Auftakt zum zweiten Kongresstag.
 
Diesen gestaltete Schulleiter Benjamin Skladny mit der gelungenen Vorstellung seiner Martinschule in Greifswald, die den Weg der Inklusion so überzeugend gestaltet, dass sie damit auch die Jury des Deutschen Schulpreises 2018 beeindruckte (und die Auszeichnung gewann). Prof. Dr. Roland Rosenstock stellte im Anschluss zentrale Bereiche der Medienkompetenz als Lebenskompetenz für Kinder und Jugendliche vor und sorgte so für angeregte Diskussionen zu medienpädagogischen Perspektiven im Schulalltag. Nach der Präsentation der zukünftigen Entwicklungsschritte der einzelnen Schulen ebnete der Reisesegen die Wege für die gute Heimreise aller Teilnehmer*innen. Diese werden das Thema der Andacht „Höre nie auf zu träumen“ verinnerlicht haben und in diesem Sinne neue Ziele verfolgen, die Kraft geben und den Blick für die Gestaltung des evangelischen Schulwesens weiten. 

Der in diesem Jahr vollständig ausgebuchte Grundschulkongress findet alle zwei Jahre statt und ist dank des kontinuierlichen und professionellen Engagements der Organisator*innen der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland mittlerweile zur größten Fortbildungsveranstaltung im evangelischen Schulwesen in Mitteldeutschland  angewachsen.