Windeln in Gnadau - Kuchen in Magdeburg

...und ein spontaner Hilfseinsatz von Kolleginnen in Barby. Alles mit dem gleichen Ziel: Die Menschen in und aus der Ukraine zu unterstützen. Die Schulen der Evangelischen Johannes-Schulstiftung engagieren sich auf unterschiedliche Weise und nehmen mittlerweile auch die ersten vor dem Krieg geflüchteten Kinder in ihren Klassen auf. 

Der Klasse 5a der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg war erst nicht klar, dass ukrainische Geflüchtete auch nach Magdeburg kommen. Gehandelt wurde dann aber schnell. Nachdem zuvor im Unterricht über den Konflikt in der Ukraine gesprochen worden war und sich alle einig waren, dass die Vorstellung, wegen eines Krieges seine Heimat verlassen zu müssen, fürchterlich ist, kam direkt der Wunsch auf, den inzwischen auch in Magdeburg eingetroffenen Geflüchteten zu helfen. 

Innerhalb einer Woche wurde ein Kuchenbasar organisiert, der am letzten Montag stattfand. Von Zupfkuchen über Papageienmuffins, von Marmorkuchen bis „Bienenkuchen“ war alles dabei, was des Kuchenessers Herz begehrt. Der Andrang war groß, so dass der Basar auch in der Mittagspause nochmal aufgebaut wurde. Insgesamt hat die Klasse 5a stattliche 247 Euro eingenommen, die nun in Form von Sachspenden (Kosmetik- und Körperhygieneartikel) an die Freiwilligen Agentur Magdeburg übergeben wurden. 

Auch die Zinzendorfschule in Gnadau startete einen spontanen Spendenaufruf, in dem man vor allem um Artikel zur Versorgung von Babys und Kleinkindern bat. In kurzer Zeit kamen so 94 Babywindelpakete und reichlich Babyfeuchttücher zusammen, die nun in die Ukraine geschickt werden. 

Unweit der Zinzendorfschule haben sich einige Angehörige des Kollegiums der Christlichen Sekundarschule Gnadau in der Börde in einer Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete engagiert. Dort - wie auch an der Evangelischen Grundschule Wittenberg - gehen inwischen die ersten Kinder aus der Ukraine mit zur Schule und versuchen sich, begleitet von Lehrern und Eltern, in der neuen Umgebung einzugewöhnen. 

Die Johannes-Schulstiftung sucht aktuell nach Wegen, die Kollegien vor Ort dabei bestmöglich zu unterstützen und fördert und begrüßt die unbürokratische Aufnahme von geflüchteten Kindern aus der Ukraine an ihren Trägerschulen.