Ostergruß

Zum zweiten Ostern während der Corona-Pandemie ruft Michael Bartsch, Pfarrer und Vorstandsvorsitzender der Ev. Johannes-Schulstiftung, dazu auf, ein Hoffnungsmanifest in schwierigen Zeiten zu setzen - und wieder neu begeistert zu sein von der österlichen Kunde des Sieges des Lebens über den Tod. 

Wir können`s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.    
- Apostelgeschichte 4,20 -

 

Liebe Mitarbeitende unserer Stiftungsschulen,
liebe Förderer und Unterstützer unserer Arbeit,


wieder feiern wir das Osterfest. Anders, stiller als gewohnt und sicher mit weniger Menschen um uns herum!

Und dennoch: Wir feiern das Fest des Sieges des Lebens über den Tod. Gerade in der gegenwärtigen Zeit wird mir Ostern ganz neu wertvoll und unersetzlich. Als Zeichen und Hoffnungsmanifest für alle, die 2000 Jahre nach Ostern leben.

Der oben zitierte Vers aus der Apostelgeschichte gibt ja eine Binsenweisheit wieder: Was wir sehen und hören, ob im realen Leben oder in den irrealen Welten der Computer: Was wir in uns aufnehmen, das geben wir auf irgendeine Art und Weise weiter an unsere Umwelt, an unseren Nächsten. Im Gespräch, durch Klatsch und Tratsch („Hast Du schon gehört…?“), aber auch durch Stimmungen, die aus uns kommen, wenn wir mit schönen oder schrecklichen Bildern oder Nachrichten konfrontiert worden sind.

Wir können's ja nicht lassen…. So sind wir Menschen eben.
Schon dies allein genügt, um inne zu halten und zu bemerken, was wir selbst und wie wir wirken. 

Wir lesen diesen Vers des Lukas jedoch in einem konkreten Zusammenhang: Johannes und Petrus stehen vor dem Hohen Rat in Jerusalem. Sie können und wollen nicht schweigen über das zu berichten, was sie persönlich mit Jesus von Nazareth, dem Auferstandenen, dem Lebendigen Christus erlebt haben. Ihr Reden war voller Geist und Leben und die Menge hörte ihnen zu, wenn sie ihr Zeugnis ablegten. Die Mächtigen waren verunsichert über dieses Neue Leben.

Wenn wir als Christen in der nachösterlichen Zeit das neue Leben in Christus feiern, dann sind auch wir gerufen über das zu berichten, was der Glaube für uns verändert hat, was wir durch Christus neu sehen, anders hören und tun.

Das gilt auch jetzt in unserem Alltag, in unseren Schulen.
Was reden wir? Was tun wir? Wer leitet uns?
Wir Christen dürfen ein Hoffnungsmanifest in schwierigen Zeiten setzen!

Gottes guten Geist wünsche ich uns dafür an jedem Tag.

Dass wir – Sie und ich – es auch nicht lassen können von neuem Leben in Christus zu reden, zu singen und begeistert zu sein, das wünsche ich uns allen zu Ostern ganz neu!

Michael Bartsch,
Pfarrer und Vorstandsvorsitzender

 

Ohne den Heiligen Geist bleibt
alles Erzählen von Jesus
nur ein Reden über die Vergangenheit

Ohne den Heiligen Geist bleibt
die Bibel ein Buch
mit toten Buchstaben

Ohne den Heiligen Geist bleibt
die Kirche ein Verein

Ohne den Heiligen Geist
verkommen Gottesdienste
zu rituellen Vorführungen

Ohne den Heiligen Geist
sind wir Knechte
von Buchstaben und die Liebe wird fad

Wo aber der Geist Gottes wirkt,
da ist Leben,
das sich ihm verdankt,
das Gott lobt und preist