Jahrestreffen evangelischer Schulleiter*innen auf Burg Bodenstein

Unweit der thüringisch-niedersächsichen Grenze fand vom 3. bis 4. März die diesjährige Führungskräfteklausur statt. An dem zweitägigen Austauschtreffen hinter altehrwürdigen Festungsmauern nahmen die Schulleitungen der Evangelischen Schulstiftung Mitteldeutschlands und der Evangelischen Johannes-Schulstiftung teil sowie Vertreter*innen weiterer evangelischer Schulen. Gast und Redner der Veranstaltung war auch Landesbischof Friedrich Kramer.

Im Rahmen des Tagungsprogramms wurde der Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen geschärft:  Prof. Andreas Lindner zeichnete in seinem Vortrag den prägenden Einfluss der Region Mitteldeutschlands für das evangelische Schulwesen seit der Reformation nach, Prof. Gert Pickel zeigte Perspektiven evangelischer Schulen im  überwiegend säkularen Umfeld der Gegenwart auf und Landesbischof Kramer machte deutlich, dass er evangelische Schulen - gerade auch für die Zukunft - als „riesigen Schatz“ begreift. In ihnen sei es möglich, Glauben selbstverständlich und ohne Angst vor Diskriminierung zu leben und erfahrbar zu machen. Dabei sei die große Stärke der Schulen in evangelischer Trägerschaft, dass der Einzelne und seine individuellen (Lern-)Wege gesehen, aber nicht losgelöst von der Gemeinschaft verstanden und begleitet würden. 
Daran anknüpfend sehen die Schulen der Johannes-Schulstiftung auch zukünftig ihre Aufgabe darin, in ihrer täglichen Arbeit Bindungskräfte in einer bindungslosen Gesellschaft zu stärken.
 
Durch den intensiven Austausch der Schulleiterinnen und Schulleiter der verschiedenen Schulen im Rahmen der Führungskräfteklausur wurden zudem wichtige Zonen der Kooperation und Vernetzung geschaffen und lebendige Beispiele gegenwärtiger evangelischer Schulkultur aufgezeigt, die Hoffnung machen für die Zukunft. 

Die unmittelbare Zukunft bringt eine personelle Veränderung mit sich: Prof. Dr. Will Lütgert, jahrelanger Wegbegleiter beider Schulstiftungen, wurde auf Burg Bodenstein feierlich verabschiedet und für seinen „zum Glück nicht immer nur bequemen pädagogischen Input“ vom Vorstand gewürdigt.