Gemeinsamer Start in das neue Schuljahr 2022/2023

„Gut vorbereitet und zuversichtlich sehen wir dem Schuljahresstart entgegen. Allen Großen und Kleinen in den Stiftungseinrichtungen wünsche ich einen guten Start und Gottes Segen“, so Vorstand Marco Eberl während eines Gottesdienstes zum Schuljahresanfang in der Erfurter Predigerkirche.

Zum Schuljahresbeginn werden an den 18 Stiftungsgrundschulen in Thüringen und Sachsen-Anhalt 629 Kinder in die erste Klasse eingeschult. Im Bereich der zwölf weiterführenden Schulen setzen 643 Schülerinnen und Schüler in der fünften Jahrgangsstufe und teilweise auch als Quereinsteiger in höheren Klassenstufen die schulische Ausbildung fort.
Insgesamt werden damit im Schuljahr 2022/2023 über 6.800 Heranwachsende an den 30 Schulen und 7 Horten der Evangelischen Schulstiftungen in Mitteldeutschland lernen.

Trotz des allgemeinen und anhaltenden Lehrkräftemangels in allen Bundesländern konnten im neuen Schuljahr mit wenigen Ausnahmen alle Stellen besetzt werden. Zum Beginn des Schuljahres werden die Stiftungen 101 neue Kolleginnen und Kollegen an den Einrichtungen begrüßen können. Mit 35 Prozent stellen hierbei die Pädagoginnen und Pädagogen den größten Anteil an den Neueinstellungen. Besonders junge Menschen interessieren sich hierbei für die Arbeit an den Stiftungsschulen, was sich an den 31 eingestellten FSJ-lern zeigt. Die 20 neuen Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter entlasten zudem die Arbeit der Lehrkräfte im Unterricht und sichern die individuelle Förderung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ab.

Insgesamt starten die Evangelischen Schulstiftungen mit mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in das Schuljahr 2022/2023. Die über 560 Lehrkräfte – unter ihnen auch 29 Referendare und Referendarinnen sowie fünf ukrainische Lehrkräfte – arbeiten gemeinsamen mit den Schulteams vor Ort am Ziel der Stiftungsgemeinschaft: Qualitätsvolle Erziehung und Bildung im christlichen Aufmerksamkeitshorizont.

Das Gesamtpersonal der Stiftungen ist zu rund 25 Prozent männlich und 75 Prozent weiblich, der Anteil der Seiteneinsteigenden an den Lehrkräften liegt bei rund 13 Prozent.
Im Schuljahr 2022/2023 gehören auch die Gebäudemodernisierung sowie der Ausbau des Wirkungskreises zu den Zielen der Stiftungen. So wird für über 3,8 Millionen Euro (Fördermittelquote BAFA: 80 Prozent) der Einbau von raumlufttechnischen Anlagen an sieben Standorten im laufenden Schuljahr ebenso realisiert werden können wie auch der Baustart des über 13,5 Millionen Euro teuren ersten Bauabschnittes der Evangelischen Gemeinschaftsschule Erfurt.

Im Bereich der Digitalisierung stehen in diesem Schuljahr weitere Infrastrukturerneuerungen aus Mitteln des Digitalpakts an, sodass in den kommenden Monaten die Investitionssumme bereits mehr als 2 Millionen Euro seit 2020 betragen wird. Zusätzlich geht die anvisierte Vollausstattung der Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten stetig voran. Zum Schuljahresbeginn werden über 2.000 Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Geräten ausgestattet sein.

Die Stiftungsgemeinschaft übernimmt im Verlauf des beginnenden Schuljahres mit der Evangelischen Grundschule Eilenburg die erste Schulträgerschaft im Freistaat Sachsen. Damit erweitert sich der unmittelbare Wirkungskreis der Stiftungen auf nunmehr drei Bundesländer. „Diese Trägerschaftsübernahme haben wir in den letzten Jahren gut vorbereitet, um einen reibungslosen Wechsel zum 1. Januar 2023 zu ermöglichen. Der bisherige Trägerverein hat über viele Jahre hinweg sehr um- und weitsichtig die Schule und den dazugehörigen Hort verantwortet. Für das uns entgegengebrachte Vertrauen sind wir sehr dankbar. Es ermöglicht uns überhaupt erst, die in Eilenburg begonnene Arbeit fortzusetzen und so gute Bildung an evangelischen Schulen vor Ort weiter auszubauen“, zeigt sich Geschäftsführerin Ulrike Sterzing zuversichtlich.

Weitere Trägerschaftsanfragen befinden sich bereits in der Prüfung durch die Stiftungsverwaltung. Die Evangelischen Schulstiftungen in Mitteldeutschland wachsen in Quantität und Qualität weiter, wie es die Zahlen zum aktuellen Schuljahr 2022/2023 belegen.