Pressemitteilung
26.08.2011
Johannes-Schulstiftung wächst weiter – neue Schüler, neue LehrerInnen, neue Gebäude
Die Evangelische Johannes-Schulstiftung startet mit großem Wachstum in das neue Schuljahr. Erstmalig wird eine der gegründeten Sekundarschulen mit dem Aufbau der Zweizügigkeit beginnen. Ab dem Schuljahr 2011/2012 werden zwei fünfte Klassen in der Evangelischen Sekundarschule in Haldensleben aufgenommen. Möglich wurde dies durch den Umzug in ein neues Schulgebäude, das die Johannes-Schulstiftung vom Landkreis im Wege eines Erbbaurechtsvertrages erworben hat. Damit sind die Raumkapazitäten vorhanden, die die im fünften Jahr befindliche Schule für ihr weiteres Wachstum benötigt. Insgesamt besuchen derzeit 133 Schülerinnen und Schüler die Sekundarschule in Haldensleben.
„Wir sind froh, dass unsere Sekundarschule in Haldensleben nun zweizügig laufen kann. Wir mussten in den letzten Jahren immer wieder so viele Kinder ablehnen, das haben alle sehr bedauert.“ betont Dr. Christian Frühwald, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung. „Insgesamt liegt die Stiftung mit ihren 4 Grund- und 4 Sekundarschulen gut im Plan.“ Das Wachstum bei den Schülern und bei den Mitarbeitenden ist gut zu bewältigen. Derzeit besuchen 428 Kinder in 24 Klassen die Schulen der Stiftung, 56 Mitarbeitende werden von der Stiftung beschäftigt.
Dr. Andrea Helzel, geschäftsführende Vorstandsfrau der Schulstiftung, freut sich vor allem über den Abschluss der Sanierung der Grundschule in Gnadau. „Die Kinder und die Lehrerinnen freuen sich schon riesig darauf, wieder in ihre Schule ziehen zu können. Bis zum letzten Tag sind die Handwerker noch dabei, alles schön zu machen.“ Die Schule wird Ende Oktober noch feierlich vom Kuratoriumsvorsitzenden, Altbischof Axel Noack, eingeweiht.
Eine neue Schulleiterin konnte für die Evangelische Grundschule Gardelegen gefunden werden. Mit Grit Förster trägt eine erfahrene Lehrerin dort die Verantwortung für den weiteren Aufbau, die bereits die Evangelische Grundschule in Wittenberg als Leiterin mitgegründet hat. Sie wird am 7. September im Rahmen des Mitarbeitendentages der Schulstiftung mit allen neuen Mitarbeitenden für ihren Dienst gesegnet werden.
Pressemitteilung
Lernen durch Erfahrung – Evangelische Johannes-Schulstiftung präsentiert Pläne für den Neubau der Magdeburger Sekundarschule in alten SKET-Hallen
Die Evangelische Johannes-Schulstiftung, größter evangelischer Schulträger in Sachsen-Anhalt, beabsichtigt den Bau ihrer neuen Evangelischen Sekundarschule Magdeburg in der Marienstraße auf der Buckauer Insel. In direkter Nachbarschaft zur Zentrale der Firma Regiocom im ehemaligen SKET-Verwaltungsgebäude sollen zwei leerstehende Werkhallen zu einem modernen, pädagogisch und architektonisch wertvollen Schulgebäude umgebaut werden. Dies ist das Ergebnis eines intensiven Planungsprozesses, den die Johannes-Schulstiftung mit ihren Partnern aus Handwerk, Wirtschaft und Gesellschaft nun abgeschlossen hat. Ziel der Stiftung ist es, die Schule bis Mitte 2013 in Betrieb zu nehmen und dann das bisherige provisorische Schulgebäude in der Marienstraße verlassen zu können.
Durch die engagierte Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt und der von ihm verantworteten Landesgesellschaft MDSE hat die Johannes-Schulstiftung mit der regiocom einen Partner und mit der ältesten Industriehalle Magdeburgs einen perfekten Standort für eine berufsorientierende Sekundarschule gefunden. Gemeinsam entstand die Idee, diesen für die Geschichte und Identität des Industriestandortes Magdeburg so wichtigen Ort mit dem Bildungsauftrag für den handwerklichen und gewerblichen Nachwuchs in der Stadt zu verbinden.
In einem intensiven Dialog zwischen den Pädagogen und den jungen Magdeburger Architekten der Firma Planart entstand so ein architektonisch und pädagogisch anspruchsvoller Bau, der Altes bewahrt und neue Ideen kreativ aufnimmt. Dort, am Ursprungsort der Magdeburger Schwerindustrie gilt es nun, ein anspruchvolles Schulkonzept nicht nur mit Leben zu füllen, sondern auch räumlich angemessen zu verorten.
Der geplante Schulbau zeigt dabei die aktuelle Aufnahme eines historisch bedeutenden Ortes, verbunden mit einer aktuellen engen Verknüpfung zu den neuen „Industrien“ des 21. Jahrhunderts z.B. in der Informationstechnologie und der Produktion von Windkraftanlagen. Die eigene Architektur vergangener Industrieanlagen bietet dabei nicht nur Anschauungsmaterial für die SchülerInnen und LehrerInnen, sondern auch den geeigneten Raum für eigene Erfahrungen und Experimente im Rahmen des Schullebens. Es ermöglicht auch die Umsetzung außergewöhnlicher pädagogischer Methoden und Formen wie z.B. der Minigolfbahn als einem wichtigen Moment der Konzentrationssteigerung und Verantwortungsvermittlung bei den SchülerInnen.
Die Teilnahme der SchülerInnen am Essen der Regiocom als festem Bestandteil des Tagesablaufes gestattet den SchülerInnen nicht nur einen Einblick in das Arbeitsleben solch eines großen Unternehmens, sondern verschafft ihnen auch die Begegnung mit verschiedenen berufstätigen Menschen.
Mit der Projektvorstellung soll die Idee und der Planungsstand einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden, um so auch noch Anregungen in die weitere Detailplanung aufnehmen zu können. Darüber hinaus will die Schule auch Magdeburger gewinnen, Informationen und Geschichten aus der Vergangenheit zu den beiden Hallen an die Schüler und Schülerinnen weiterzugeben.
Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf ca. 9.5 Mio Euro, die aus Eigenmitteln, kirchlichen Zuschüssen, Zuwendungen anderer Stiftungen und Spenden aufgebracht werden sollen. Mit der Projektvorstellung soll auch die Spendenkampagne „SKET bildet – evangelische Sekundarschule gestartet werden.
Magdeburg 31. Mai 2011
Hintergrund:
Die evangelische Johannes-Schulstiftung
Die Landeshauptstadt Magdeburg bietet Kindern und Eltern im Bereich von Grundschulen und Gymnasien ein reiches Spektrum unterschiedlicher Schulen. Darunter finden sich konfessionelle Schulen und solche mit unterschiedlichen reformpädagogischen Konzeptionen und Ansätzen. Nur im Bereich der Sekundarschulen gibt es diese Vielfalt noch nicht. Kinder ohne Gymnasialempfehlung können nach der Grundschulzeit weder eine Schule mit christlichem Profil noch eine mit reformpädagogischer Arbeitsweise besuchen. Diese Lücke möchte die Johannes-Schulstiftung mit ihrem Angebot einer evangelischen Sekundarschule schließen.
Die Unterstützung und Förderung von Sekundarschulen ist das Hauptanliegen der 2008 von der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, der Johanniter-Unfallhilfe und dem Johanniterorden gegründeten Trägerstiftung. Die Stifter stellen sich damit ihrer gesellschaftlichen Mitverantwortung für die schulische Bildung und Erziehung von Kindern in einem Bereich, in dem oft das starke Engagement von Eltern und anderen Unterstützern fehlt. Eine qualifizierte Sekundarschulbildung ist eine wichtige Grundlage für eine berufliche Ausbildung und wird von Industrie und Handwerk immer wieder eingefordert. Die bedenklich hohe Zahl von Schulabbrüchen und Schulabgängern ohne qualifizierten Abschluss zeigt, wie wichtig die pädagogische Arbeit in diesem Bereich ist.
Die Evangelische Johannes-Schulstiftung – gute Bildung für alle
Die Johannes-Schulstiftung der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen ist eine junge, dynamische und klar orientierte Stiftung im Feld der Schulträger für allgemeinbildenden Schulen. Seit der Stiftungsgründung 2008 gründet, übernimmt und trägt sie evangelische Grund- und Sekundarschulen im Land Sachsen-Anhalt. Inhaltliches Ziel der Stiftung ist gute Bildung für alle, d.h. die Verbindung von Bildungsgerechtigkeit, Bildungsqualität und evangelischem Bildungsauftrag.
2011 ist die Evangelische Johannes-Schulstiftung Trägerin von 4 Grundschulen und 4 Sekundarschulen, die alle ein je eigenes Profil beschrieben und entwickelt haben. Dabei versucht die Evangelische Johannes-Schulstiftung, die lokale und regionale Verortung und Vernetzung ihrer Schulen zur Basis einer angemessenen Profilentwicklung zu nutzen. Schulen auf dem Land bedürfen anderer Konzeptionen als Schulen in Großstädten wie Magdeburg.
Dabei können die einzelnen Schulen auf ein dichtes Netz von Kontakten und Partnern der Stiftung zurückgreifen, so auf Kirchengemeinden, Handwerkskammern, Unternehmen, andere Stiftungen und weitere Partner in Kultur, Sport und Politik. So versucht die Stiftung ihr Organisationskonzept: „So viel zentral wie nötig, so viel dezentral wie möglich!“ effektiv und effizient umzusetzen. Die große Wachstumsrate der Stiftung, die hohe öffentliche Anerkennung und die Höhe der eingehenden Spenden zeigen, dass wir einen großen Beitrag für die Menschen in Sachsen-Anhalt, insbesondere die Kinder und Jugendlichen leisten.
Die Evangelische Johannes-Schulstiftung versteht sich als der größte evangelische Schulträger in Sachsen-Anhalt, der mit der katholischen Schwesterstiftung, der Edith-Stein-Stiftung kooperiert und wichtige Impulse innerhalb der Bildungslandschaft Sachsen-Anhalts setzt. Dabei ist der Standort Magdeburg für die Evangelische Johannes-Schulstiftung von zentraler Bedeutung als Sitz der Landesregierung und der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Ausgehend vom christlichen Menschenbild möchte die Stiftung mit ihrer Schulgründung dafür sorgen, dass die Kinder sich ihren Fähigkeiten entsprechend qualifiziert auf das Berufsleben vorbereiten, ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstständigkeit stärken, Verantwortung übernehmen und sich sozial engagieren. Dabei sollen sie den christlichen Glauben als eine Grundlage des Zusammenlebens im Alltag der Schule erleben. Selbstverständlich steht die geplante Schule allen Schülern offen, ungeachtet ihrer Konfessionszugehörigkeit.
Ablauf der Pressekonferenz:
15.00 Uhr Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden der Johannes-Schulstiftung, Oberkirchenrat Dr. Christian Frühwald
15.10 Uhr Minister Dr. Aeikens, MLU, bisheriger „Eigentümer“ des Geländes
15.20 Uhr Projektpräsentation durch das Planungsbüro planart chaasen + sattler
15.35 Uhr Handwerkskammerpräsident Vesterling, Magdeburg
15.45 Uhr Arbeitgeberpräsident Gutmann, regiocom (Nachbar/Partner)
15.55 Uhr Scheckübergabe durch den Arbeitgeberverband Chemie Nordost, Dr. Kriegelsteiner
Anschließend Nachfragemöglichkeit
Ansprechpartner:
Dr. Christian Frühwald, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Johannes-Schulstiftung / Oberkirchenrat der EKM, 0162-6199747
bei Rückfragen
Dr. Andrea Helzel, Geschäftsführender Vorstand
Durchwahl: (03 91) 53 46 – 351
Fax: (03 91) 53 46 – 355
Andrea.Helzel@ekmd.de